Sozialcurriculum

Sozialcurriculum

Sozialcurriculum des KGT - unsere Leitziele!

  1. Wir wollen jeden Einzelnen in seiner Persönlichkeitsentwicklung unterstützen!
  1. Wir wollen die Klassen- und Schulgemeinschaft stärken!
  1. Wir wollen Solidarität und Engagement für Mitmenschen, Umwelt und Gesellschaft herausbilden und leben!
  1. Wir wollen mit unserem Verhalten in und außerhalb der Schule Vorbild sein!

Wozu ist das notwendig?

Das Klettgau Gymnasium Tiengen möchte damit auf Veränderungen in der Gesellschaft reagieren. Bereits seit ein paar Jahren wird deutlich, dass das Leistungsdenken mit „Was bringt mir das?“ auch in der Schule immer stärker in den Vordergrund tritt. Dabei stehen in besonderem Maße die Eigeninteressen im Fokus und es wird nicht nur im Unterricht, sondern auch im laufenden Schulalltag häufig darauf geachtet, dass man nicht zu kurz kommt, und dabei keine Rücksicht auf das Gegenüber nimmt. Das soziale Umfeld muss gepflegt werden, um ein gesundes und lebenswertes Miteinander zu ermöglichen.  Dies gilt auch am KGT, denn inzwischen geht es auch am Gymnasium nicht mehr nur um Wissensvermittlung. Die Schule ist ein Ort des ganzheitlichen Lernens geworden und dazu gehört auch der Umgang untereinander, welcher durch Soziales Lernen gefördert werden kann.

Des Weiteren hat sich unser Bildungplan (ab 2016/17) dahingehend geändert, dass jeder Lehrer – egal welches Fach er unterrichtet – in die Pflicht genommen wird, im Umgang mit den Schülerinnen und Schülern präventiv zu agieren. Dies kann mit den Inhalten des Sozialcurriculums transparent und sinnvoll umgesetzt werden.

Wie kam es zustande?

Diese Gedanken haben parallel mehrere Kolleginnen und Kollegen umgetrieben, sodass sich bereits im Schuljahr 2014/15 eine Arbeitsgruppe gebildet hat, welche sich dieser Aufgabe widmete.

Dabei wurde relativ bald mit den Präventionsbeauftragten des Regierungspräsidiums Kontakt aufgenommen, die anhand unserer angedachten Ziele ihre Aufgabe darin sahen, uns im Entwicklungsprozess zu begleiten. So konnten sich durch die regelmäßigen Treffen die Leitziele herauskristallisieren und die Kompetenzen formuliert werden, die damit erreicht werden sollen.

Kombiniert mit bereits existierenden Inhalten der Schule wurde allmählich ein schlüssiges Konzept entwickelt. Bereits zu Beginn des Entstehungsprozesses stieß die Idee bei der Elternschaft auf großes Interesse und der Elternbeirat konnte sich beteiligen und wurde nach Abschluss der ersten Schritte informiert.

Was soll vermittelt werden?

Bereits in der Klassenstufe 5 sollen die Grundlagen des Sozialen Lernens gefordert und gefördert werden. Bereits bestehende Elemente – die Einführungswoche und die Klassenlehrerstunde– können genutzt werden, die Schülerinnen und Schüler dafür zu sensibilisieren, die eigene Persönlichkeit zu stärken (Leitziel 1) und im Klassenverband eine aktive und authentische Rolle einzunehmen und auszufüllen (Leitziel 2). Unter Verwendung inhaltlicher Module aus den „Lions Quest“ – Schulungen besteht die Möglichkeit für die Lehrkräfte dies sinnvoll und prozesshaft mit den Schülerinnen und Schüler umzusetzen.

Wie geht es weiter?

Die Inhalte des Sozialcurriculums für die 5. Jahrgangsstufe sind seit Juni 2016 von der GLK verabschiedet worden und als Teil des Sozialcurriculums damit fest verankert.

Als nächster Schritt soll sukzessiv jede Jahrgangsstufe in den Blick genommen werden, welche Inhalte dem Alter entsprechend wichtig sind und mit welchen bestehenden Elementen dies verknüpft werden kann. Dabei soll geprüft werden, ob weitere Ideen Einzug halten sollten, um einen Bruch in diesem prozesshaften Lernen während der Schullaufbahn eines Schülers zu vermeiden.

Welche weiteren Ziele können erreicht werden?

Kurzfristig:

Die SuS sollen ihre Schule als weiteren sozialen Raum wahrnehmen, erleben und leben, um eine gute Lernatmosphäre zu haben.

Mittelfristig:

Soziales Lernen ist eine Form von Prävention, welche das Bedürfnis nach anderen Arten der Befriedigung (Rausch- und Suchtmittel, diverse Suchtgefahren) minimieren können.

Des Weiteren ermöglicht ein konfliktärmeres soziales Umfeld im Klassenzimmer eine intensivere und konzentriertere Arbeitsatmosphäre.

Langfristig:

Die Schülerinnen und Schüler erleben neben dem Elternhaus einen weiteren sozialen Raum, in welchem Sie sich entwickeln können, um ihren Platz in der Gesellschaft wahrnehmen zu können.

(Erstellt von der Steuergruppe „Sozialcurriculum“ des KGTs unter der

Anleitung von Präventionsbeauftragten des RP Freiburg)

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